ZU UNSEREM ARTIKEL QUID PRO QUO – VERTRAGSSICHERHEIT DURCH BLOCKCHAIN

Liebe Leserinnen und Leser,

Anregungen, Ergänzungen und Kritik zu den Beiträgen unseres Newsletters sind stets erwünscht. So haben wir uns über die untenstehende E-Mail gefreut, die wir gerne mit Ihnen teilen möchten. Smart Contracts werden automatisiert abgewickelt und können so in Echtzeit überwacht werden. Sie werden meist dort eingesetzt, wo die Vertragsparteien sich nicht gänzlich vertrauen, denn eine Manipulation ist nahezu ausgeschlossen. Doch ist es in den USA erlaubt, auch Trauungen per Blockchain durchzuführen und seit 2014 wird tatsächlich per QR-Code geheiratet. Von daher ist der Vorschlag unseres Lesers Hanspeter Lanz durchaus inspirierend:

Liebes arago Consulting Redaktions-Team,

mit Interesse habe ich in Ihrem August-Newsletter die Fortsetzung Ihres Artikels zur Blockchain gelesen. Vor allem der folgende Satz hat mich allerdings ein wenig ins Grübeln gebracht:

»Diese »Intelligenten Verträge« sind so programmiert, dass sie sich selbst organisieren. Von der Durchführung, Verwaltung bis zur Bezahlung. Der Algorithmus legt fest, wann es zur Auftragsausführung kommt und wickelt die Bestellung, Überwachung und Bezahlung völlig autonom ab.«

Die Welt dieser »intelligenten« Verträge ist für viele Nutzer sicherlich noch Neuland und ich frage mich ernsthaft, ob alle subjektiven Erwartungen der Vertragspartner durch noch so intelligente Algorithmen abgedeckt – also erfüllt sind.

Im Zweifelsfall rate ich dazu, in alle – auch in »intelligente« – Verträge eine griffige Mediationsklausel zu integrieren. Zum Beispiel die folgende:
„Die Vertragsparteien verpflichten sich, im Falle einer sich aus diesem Vertrag ergebenden oder sich darauf beziehenden Streitigkeit eine Mediation durchzuführen, bevor sie bei einem ordentlichen Gericht (oder Schiedsgericht) Klage erheben.“ Sicher ist damit vielleicht »wirklich sicher«.

Schöne Grüsse von Ihrem treuen Leser
Hanspeter Lanz