AUF BILDUNG BAUEN: NEUES AUS GOLCHE, NEPAL

Im Mai 2015 hatten mehrere Erdbeben in Nepal für starke Verwüstungen gesorgt. Mehr als 8000 Menschen fanden den Tod, viele weitere Menschen wurden obdachlos. In einer spontanen Aktion begannen Menschen hier in Deutschland Geld zu sammeln, um vor Ort Hilfe leisten zu können. Über private Kontakte wurde Verbindung zur stark betroffenen Bergregion im Langtang-Tal aufgenommen und beschlossen, dort direkt zu helfen.

Inzwischen ist daraus eine größere Hilfsaktion geworden, »Auf Bildung bauen – Eine Schule für Golche«, die sich um den Wiederaufbau der Schule in Golche, einem Ort nahe der tibetischen Grenze gelegen, kümmert.

Wie ist es 2018 vorangegangen? Nachdem ein Jahr zuvor ein neuer, mit größeren Fahrzeugen passierbarer Weg gebaut wurde und erstes Baumaterial in den Ort geliefert werden konnte, musste man nun wieder von vorn beginnen. Der Monsun hatte den Weg unpassierbar gemacht und das Baumaterial musste wieder über den langen, schmalen Pfad von Trägern zu Fuß transportiert werden. Dies ist mühselig und dauert lange. Die Instandsetzungsarbeiten des Weges laufen, bald jedoch bricht der Winter ein und bis zum Frühjahr werden weitere Arbeiten kaum möglich sein.

In der Zwischenzeit ist jedoch das erste Schulgebäude wieder mit Wänden und Türen versehen und hat frische Farbe bekommen. Eine neu gebaute Mauer gewährt Schutz vor Erdrutschen in der nassen Monsunzeit. Schulgebäude und Mauer wurden in einer buddhistischen Zeremonie eingeweiht und haben hoffentlich lange Bestand.

Die Arbeiten gehen voran, wenn auch langsam. Man braucht Geduld dort vor Ort. Im Frühjahr 2019 werde ich mit Mitinitiator Gerhard Albicker ein weiteres Mal nach Golche reisen, um mir selbst ein Bild zu machen. Wir werden dann auch den ehemaligen nepalesischen Bildungsminister treffen, der für die jetzt neue Regierung die Bildungsvorhaben in der nepalesisch-tibetischen Grenzregion koordiniert. Mit ihm werden wir abstimmen, wie sich unser Projekt in Nepal weiterentwickeln kann, wo Hilfe am dringendsten gebraucht wird.

Das Schulprojekt Golche hat im letzten Jahr viel Unterstützung von verschiedenen Menschen in Deutschland erfahren. So haben sich Menschen mit Privatspenden beteiligt, eine Schule aus dem Schwarzwald hat einen Spendenlauf veranstaltet, mehrere Vorträge von Gerhard Albicker und mir konnten ebenfalls zu Unterstützung aktivieren. Und große Hilfe kommt von der arago Consulting GmbH. Dafür danke ich allen Beteiligten sehr.

Falls Sie es noch nicht wussten: Über die Verwendung der Spendengelder entscheidet das vierköpfige Schulkomitee in Golche gemeinsam mit uns und dem Verein »Frieden macht Schule e.V.«, unter dessen Dach das Projekt angesiedelt ist. So möchten wir größtmögliche Transparenz herstellen. Und ebenfalls wichtig ist dies: 100 % der Spendengelder kommen direkt in Golche an! Alle Arbeiten, die hier in Deutschland nötig sind, wie Informationsmaterial, Webseite usw. werden unentgeltlich und freiwillig geleistet. Und wir brauchen weiter Ihre Hilfe!

Ich freue mich sehr, wenn Sie die Idee des Projektes weiterverbreiten und selbst mit Ihrer Spende die Schulkinder von Golche unterstützen! Nähere Informationen zum Projekt erhalten Sie unter www.schulegolche.org.

 

Herzlichst

Ihre Birgit Spies