MOONSHOTS IN EDUCATION – WIE DIE TECHNOLOGIE DAS LERNEN VERÄNDERT (TEIL 3 VON 3)

Die Fortschritte des digitalen Zeitalters erfordern ein Umdenken in unserem globalen Bildungssystem. Im August-Newsletter haben wir Ihnen die verschiedenen Strategien des Lernens nach Global Moonshots in Education und die Auffassung von notwendigen Lerninhalten dieser Bewegung vorgestellt. In diesem Newsletter kommen wir zum Abschluss unserer kleinen Reihe und gehen dabei der Frage auf den Grund, wieso Kreativität eine notwendige Kompetenz ist und wie sie sinnvoll gefördert werden kann.

»WIR STIGMATISIEREN FEHLER. WIR BETREIBEN JETZT NATIONALE BILDUNGSSYSTEME, IN DENEN FEHLER DAS SCHLIMMSTE SIND, WAS MAN MACHEN KANN – UND DAS ERGEBNIS IST, DASS WIR DEN MENSCHEN IHRE KREATIVEN FÄHIGKEITEN WEGUNTERRICHTEN.«
– KEN ROBINSON

Wir werden alle neugierig geboren, doch die Angst vorm Scheitern treibt uns diese natürliche Neugierde aus. Das heißt, je mehr sich die Schüler auf Testergebnisse konzentrieren, desto weniger kreativ sind sie. Um kreativ zu sein, müssen die Schüler gewillt sein, Risiken einzugehen, sich selbst zu vertrauen und sich zu respektieren. Doch das fällt ihnen schwer, wenn der Lehrer sie nicht respektiert und ihnen nicht vertraut. Je intensiver die Schüler dieses Mindset in der Schule vermittelt bekommen, desto mehr leidet die Kreativität darunter.

Das Credo, das stets gelehrt wird, ist: »Gut zuhören und Anweisungen befolgen«. Das Ergebnis: Arbeitgeber bekommen Mitarbeiter, die zwar Anweisungen hervorragend befolgen, aber nicht selbst mitdenken und sich nicht selbstständig einbringen können. Für eine effiziente und fruchtbare Arbeit ist aber das Zusammenspiel von verschiedenen Ideen und Denkweisen wichtig, genauso wie Flexibilität und Spontanität – Fertigkeiten, die durch Kreativität gefördert werden.

MOONSHOTS PROJECTS

Moonshot in Education möchte dadurch das Bildungssystem revolutionieren, dass 20% der Unterrichtszeit zur Förderung der Kreativität eingesetzt werden, in der Form, dass in dieser Zeit den Schülern die Verantwortung für das Lernen übertragen wird. Sowohl Schüler als auch Lehrer profitieren davon.

Global Moonshots in Education hat dafür verschiedene Moonshot Projects entwickelt. Die sogenannten STEMM setzen sich zusammen aus Science, Tech, Engineering, Math and Media (dt. Naturwissenschaften, Technik, Ingenieurwesen, Mathe und Medien).

Esther Wojcicki, die Begründerin der Moonshots in Education mit ihren Schülern im Unterricht.

 

Medien sind hierbei ein real fassbares, weltweit umspannendes Thema von hoher Bedeutung. Wir leben im Jahrhundert der Medien. Medienerziehung sollte als ein entscheidender Faktor demokratischer Bildung angesehen werden. Journalismus lehrt Sinn, Autonomie und Können und wirkt der Verbreitung von Fake News entgegen. Die Studenten werden auf eine Welt vorbereitet, die nicht vorhersagbar ist. Eine Welt, in der soziale Medien, künstliche Intelligenz, Klimawandel und weltweiter Wettbewerb um Arbeitsplätze dominieren. Durch Journalismus erleben die Schüler Lernen in der echten Welt, zeitgleich werden aber auch klassische Inhalte des Curriculums integriert.

Global Moonshots in Education ist eine Bewegung, die mit ihren Ansätzen und Projekten zum Ziel hat, das Bildungssystem zu revolutionieren. Wir hoffen, mit unserer Reihe konnten wir Ihnen einen kleinen Einblick verschaffen. Mehr zum Projekt erfahren Sie unter
https://globalmoonshots.org/.

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