WIE SEHEN SIE DIE ZUKUNFT? INTERVIEW MIT UNSEREM GESCHÄFTSFÜHRER DANIEL STÖCKEL

Aufgeknöpft und ausgeruht nach dem Jahreswechsel: Unser Geschäftsführer Daniel Stöckel im Gespräch.

 

Jasmin Khokhar (JK): Hallo Daniel, frohes neues Jahr! Wir stehen heute am zweiten Januar noch ganz an seinem Beginn. Ich freue mich daher sehr, dass wir uns darüber unterhalten können, wie Du die Zukunft siehst und dieses Jahr 2020 angehst.

Daniel Stöckel (DS): (Lacht) Ja, die Zukunft. Sie wird derzeit wieder einmal von vielen Personen vorausgesehen, gerne in Verbindung mit Worten wie Crash und Untergang. Mit solch seherischen Fähigkeiten bin ich leider nicht gesegnet.

JK: Aber Du beschäftigst Dich sicherlich damit, wie die Zukunft aussehen könnte?

DS: Ja, natürlich. Erst im Dezember hatten wir unser Strategiemeeting mit allen Kolleginnen und Kollegen. Als Spezialist im Bereich Aus- und Weiterbildungsunterlagen erleben wir derzeit zwei Entwicklungen, die in ihrem Zusammenspiel viele Veränderungen auch bei uns anstoßen.

JK: Um welche Entwicklungen handelt es sich dabei?

DS: Zum einen erleben wir eine Digitalisierung, die auf alle unsere Lebensbereiche ausstrahlt, mit noch nicht absehbaren Folgen.

JK: Die da wären?

DS: Positiver Natur? Große, sehr große Erleichterungen. In wenigen Jahren werden wir alle in den Genuss eines persönlichen digitalen Assistenten kommen. Er regelt unseren Kalender, vereinbart eigenständig Termine, sorgt für unsere Gesundheit und dafür, dass der Kühlschrank abends niemals leer sein wird. Er kennt uns besser als jeder andere und das aus einem recht einfachen Grund: Wir kommunizieren unablässig mit ihm. Er befindet sich auf unserem Smartphone und wird uns auch bei der Wissensvermittlung helfen.

JK: Und die negativen?

DS: Die sind ehrlich gesagt für mich noch nicht absehbar. Es gibt jedoch erste Untersuchungen, die zeigen, dass bedingt durch die Abnahme der direkten persönlichen Kommunikation zwischen uns Menschen auch die Fähigkeit abnimmt, Emotionen bei unserem Gegenüber richtig zu deuten. Um das Problem zu beheben könnten wir technisch denken und sagen: Kein Problem, dann lassen wir uns doch von einer smarten Brille den emotionalen Zustand unseres Gesprächspartners anzeigen. Die Frage, die sich dann allerdings stellt, ist: Was macht das mit unserem Mitgefühl, mit unserer Fähigkeit, uns emotional in andere Menschen hineinzudenken?

JK: Und der Datenschutz?

DS: Das Feld ist leider zu weit, um es hier zu erläutern. Nur ein Gedanke hierzu, den ich vor kurzem vom Vortrag eines Zukunftsforschers mitgenommen habe: Digitalisierung bedeutet nicht, Dinge miteinander zu vernetzen, d.h. beispielsweise dafür zu sorgen, dass mein Kühlschrank die Milch automatisch nachbestellt. Digitalisierung bedeutet alles zu messen, was gemessen werden kann mit dem Ziel, möglichst genaue Prognosen abgeben zu können. Das Ziel der Digitalisierung ist es, die Zukunft voraussagbar zu machen. Das also hinzubekommen, woran ich mit unserer Jahresplanung bei arago regelmäßig scheitere (lacht).

JK: Ich verstehe. Schon beim Melken soll feststehen, für welchen Haushalt die Milch bestimmt ist.

DS: Genau! Hier gibt es auch sehr spannende Entwicklungen im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Wie gelingt es, das Wissen an der Stelle zur Verfügung zu stellen, an der es benötigt wird? Und zwar so, dass es genau auf den Kenntnisstand der Person zugeschnitten ist, die dieses Wissen benötigt? Unser Fokus wird im kommenden Jahr darauf liegen, auch diese Fragen unserer Kunden beantworten zu können.

JK: Du sprachst von zwei Entwicklungen. Welche siehst Du neben der Digitalisierung?

DS: Die zweite Thematik ist der Schutz unserer Umwelt. Er rückte verstärkt durch ein junges Mädchen in den Fokus, das vor rund einem Jahr noch kaum einer kannte: Greta Thunberg.

JK: Wie sind wir in diesem Bereich bei arago aufgestellt?

DS: Sehr gut. Wir sind FSC-zertifiziert und bieten unseren Kunden bereits seit vielen Jahren einen klimaneutralen Druck an. Neu allerdings wird sein, dass wir ab 2020 grundsätzlich alle Unterlagen, die in unserem Hause im Digitaldruckverfahren entstanden sind, klimaneutral produzieren werden. Und zwar ohne, dass unsere Kunden hierfür eine Ausgleichszahlung leisten müssen (Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu auch den Artikel »Ab 2020: Wir drucken im Bereich Digitaldruck klimaneutral – alles!«  in unserem Newsletter). Damit kommen wir unserer Verantwortung auch in diesem Bereich nach.

JK: Daniel, vielen Dank für die Einblicke. Gibt es noch etwas, das Du Dir ganz persönlich für das neue Jahr wünschst?

DS: Wir leben in einer Zeit, in der viele Themen emotional und in großer Aufgeregtheit diskutiert werden. Persönlich wünsche ich mir daher – und auch allen anderen – vor allen Dingen die zwei großen G’s: Gesundheit und Gelassenheit, in der Reihenfolge (lacht).