E-LEARNING – DAS ALLHEILMITTEL GEGEN CORONA?

Ein aktuelles Paper von Linkedin Learning legt den Schluss nahe, dass sich die Aus- und Weiterbildung künftig in den digitalen Bereich verschiebt. Hierzu wurden die Zugriffszahlen von Linkedin Learning vor Covid19 (Januar/Februar) mit der Zeit während der Coronakrise (März/April) verglichen. Das Ergebnis: Die Anzahl der Stunden, die Beschäftigte auf der Plattform verbrachten, stieg um erstaunliche 130 Prozent bzw. 4,8 Mio. Stunden bzw. 454 Jahre!

Das komplette Paper ist abrufbar unter https://learning.linkedin.com/de-de/ressourcenzentrum

 

Die gefragtesten Themen: Arbeiten im Home Office, Umgang mit Tools für virtuelle Zusammenarbeit und Stressmanagement. Personalentwicklungsabteilungen legten ihre Schwerpunkte auf die Bereiche Produktivität im Home Office, mentale Gesundheit und Entspannung.

Linkedin befragte zudem 864 PersonalentwicklerInnen (aus Unternehmen mit jeweils mehr als 200 Beschäftigten) und 3.155 MitarbeiterInnen aus mehr als 20 Ländern. Das wenig überraschende Ergebnis: Knapp 60% der PersonalentwicklerInnen gehen davon aus, dass sie weniger in Präsenzschulungen investieren werden als noch im Jahr 2019. Die eingesparten Beträge werden in Blended E-Learning-Maßnahmen investiert. Die befragten Personalentwicklungsprofis gehen in ihren Aussagen sogar noch einen Schritt weiter. Etwa drei Viertel rechnen damit, dass nach der Krise deutlich weniger Präsenzschulungen und wesentlich mehr Blended E-Learnings stattfinden werden.


BLENDED E-LEARNING: WAS IST DAS?

Unter Blended E-Learning versteht man eine Mischung aus virtuellen Live-Schulungen (z.B. in Form eines virtuellen Klassenzimmers oder eines Webinars) und einem E-Learning, das ohne Begleitung durch einen Coach oder Trainer durchgearbeitet wird.

Viele interne Schulungsverantwortliche können ihre Tätigkeit aufgrund nicht stattfindender Präsenztrainings derzeit nicht durchführen. Nutzen Sie die Gelegenheit, diese Personen zum Virtual Classroom Trainer® weiterzubilden. Die Ausbildung richtet sich insbesondere an PräsenztrainerInnen, die bisher keine oder nur wenig Erfahrung in der Durchführung von Webinaren sammeln konnten. Der Kurs findet in einer Teilnehmergröße von 4 bis maximal 6 Personen statt, damit auf die individuellen Fragestellungen eingegangen werden kann. Er beinhaltet die Ausarbeitung und Präsentation eines eigenen Webinarkonzepts bis zum Ende der Ausbildung und wird von unserer Beirätin Frau Prof. Dr. Spies durchgeführt.

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung:

stoeckel@arago-consulting.de
bzw.
Tel.: 069 957 39 09 20

Wir von arago Consulting sehen die Thematik E-Learning vs. Präsenztrainings weit differenzierter. Die Frage »(Blended-)E-Learning oder Präsenztraining?« ist aus unserer Sicht keine technische Frage. Sie ist – leider zu häufig – eine finanzielle Frage. Aus der Sicht des Lerners sollte sie aber vor allen Dingen eine didaktische Frage sein. Es gibt Weiterbildungen, die sich wunderbar als (Blended-)E-Learning durchführen lassen. Noch ist es aber nicht geboten, (Blended-)E-Learning als Allheilmittel anzusehen. Diese Konzepte bieten derzeit nicht die Möglichkeit, alle informellen Aspekte einer Präsenzschulung abzubilden. Die Gründe hierfür erläutern wir in unserem Artikel »Der zweite Frühling des Präsenzlernens«, den Sie ebenfalls in diesem Newsletter lesen können.

»CORONA VERZERRT DERZEIT UNSERE WIRKLICHKEIT, WIR ERLIEGEN EINEM »ONLINE «-BIAS. VERKÜRZT GESAGT: ONLINESTREAMING IST DERZEIT DAS GEBOT DER STUNDE. KINO-, FESTIVAL-, THEATER-, KONZERT- UND AUCH PRÄSENZ-WEITERBILDUNGSVERANSTALTUNGEN HABEN DADURCH ABER NICHT IHRE UNBESTREITBAREN STÄRKEN VERLOREN. SIE WERDEN SIE AUSSPIELEN, SOBALD DIES WIEDER MÖGLICH IST.«

Gemäß unseres Leitspruchs WISSEN | digital & analog unterstützen wir unsere Kunden in beiden Welten. Als Beispiel für den sinnvollen Einsatz von E-Learning kann das Projekt »Social Media Safari« herangezogen werden, das wir unter konzeptioneller Mitarbeit unserer Beirätin Frau Prof. Dr. Spies für den Verband der Sparda-Banken e.V. realisiert haben. Im Verband sind über 400 Filialen mit rund 6.100 Mitarbeitern organisiert, die über 3,5 Millionen Kunden betreuen.

 

AUFGABENSTELLUNG

Ein offener, respektvoller, sympathischer und unkomplizierter Umgang mit ihren Kunden bildet die Grundlage allen Handelns bei den Sparda-Banken. Dies macht sie regelmäßig zur Filialbank mit den zufriedensten Kunden. In Zeiten der Digitalisierung ändert sich jedoch das Kommunikationsverhalten der Kunden. Sie möchten schnell, unkompliziert und möglichst rund um die Uhr mit den neuesten Informationen versorgt werden. Hierfür nutzen sie verstärkt soziale Medien.

Ziel war es, über ein E-Learning mit dem Arbeitstitel »Fit für Social Media« den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sparda-Banken die wichtigsten Plattformen näher zu bringen: Facebook, Instagram, YouTube und XING.

UMSETZUNG

Da die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter in ihren täglichen Aufgaben zeitlich stark eingebunden sind, wurde das E-Learning modular konzipiert. Kurze Lerneinheiten von drei bis maximal zehn Minuten lassen sich problemlos in den Arbeitsalltag integrieren. Die Lerner werden von zwei Avataren durch das E-Learning begleitet, der Kollegin Jana, die sich im Bereich Social Media sehr gut auskennt, und Alexander, für den Social Media Neuland ist.

Dank modernem Aufbau lassen sich die kurzen Lerneinheiten in den Arbeitsalltag integrieren.

Der rote Erzählfaden bildet hierbei eine Social-Media-Safari, die Alexander und Jana gemeinsam durchleben. Jeder Plattform wurde als Aufhänger ein Tier zugeordnet:

• Facebook – als Schwergewicht der Branche – ein Elefant.
• Instagram – aufgrund ihres starken Bezugs auf das Optische – die elegante Giraffe.
• YouTube – aufgrund seiner Schnelligkeit und Dynamik – der Leopard.
• XING das etwas schwerfällig anmutende aber sehr durchsetzungsstarke Nashorn.

In insgesamt 19 Lerneinheiten werden nicht nurdie Stärken der einzelnen  Plattformen vermittelt, sondern auch die wichtigsten Kommunikationsregeln und Begrifflichkeiten im Bereich Social Media.

Jana und Alexander führen die Teilnehmer anhand von animierten Filmen durch die Welt der sozialen Medien.

 

Durch häufige und stimulierende Medienwechsel (Videos, Klickinteraktion, Infografiken, Multiple- Choice-Fragen etc.) wird sichergestellt, dass das E-Learning über alle Module hinweg abwechslungsreich und interessant bleibt. Den Aufbau des Projekts, die genutzten Tools und die Projektbeteiligten haben wir Ihnen in einer Fallstudie zusammengestellt:

Fallstudie E-Learning: Bestellbar via E-Mail an Kerstin Herzog (herzog@arago-consulting.de)