DER ZWEITE FRÜHLING DES PRÄSENZLERNENS: ABSCHLUSS DER SERIE

Seit nunmehr einem halben Jahr stellen wir Ihnen in unserer Reihe »Der zweite Frühling des Präsenzlernens« jeden Monat eine Methode aus der Praxis des analogen Lernens und Arbeitens vor. Anlass dazu war, wie könnte es anders sein, dieses nervige Virus, das die ganze Welt durcheinanderwirbelt und damit selbstverständlich auch unsere Welt im Bereich Seminare und Weiterbildung. Gemäß unseres Leitspruchs WISSEN digital & analog sind wir dabei weder ein glühender Verfechter der reinen Präsenzveranstaltungen noch des ausschließlichen E-Learnings. Eine gelungene Wissensvermittlung und Weiterentwicklung funktioniert unserer Überzeugung nach mit einer sinnvollen Verknüpfung der beiden Ansätze.

DIESES JAHR GIBT ES WOHL KAUM EIN UNTERNEHMEN, DAS NICHT ÜBER INNOVATION UND VERÄNDERUNG NACHDENKT […]

In den vergangenen Monaten konnten Sie in unserem Newsletter beispielsweise erfahren, wie das Spielen mit Lego-Steinen in Seminargruppen eingebunden werden kann, wie der Unternehmenserfolg mit Hilfe der Eigenland Multisense Methode gesteigert werden kann, wie man Strukturen befreit (Liberation Stuctures) oder wie Probleme mit der von Designern inspirierten Denkweise Design Thinking angegangen werden können.

Dieses Jahr gibt es wohl kaum ein Unternehmen, das nicht über Innovation und Veränderung nachdenkt und sich idealerweise von jetzt auf gleich neu oder zumindest modifiziert aufstellen muss. Gut, wenn man dann das passende Instrument zur Hand hat, um kreative Anpassungen zu entwickeln und umzusetzen. Haben Sie, vielleicht mit einer der oben genannten Methoden Ideen entwickelt, die Ihre Institution durch diese bewegten Zeiten bringt? Haben Sie Coaches und Trainer einbestellt und stehen nun mit einer neuen Konzeption da? 

Auch wir bei arago Consulting haben in den vergangenen Monaten neue Ideen entwickelt – und umgesetzt. Unsere Vorgehensweise hierbei sah jedoch nicht so aus, dass wir uns zuerst auf eine der vielen Methoden einigten, die Rahmenbedingungen und Spielregeln festlegten und dann in einem Kreativraum loslegten. Als sich im Frühling abzeichnete, dass unser Standbein »Druck von Seminar- und Tagungsunterlagen« sich nicht wie in der Jahresplanung vorgesehen entwickeln würde, entstanden recht schnell tolle Einfälle. Unser Masken-Shop Maske Mio mit lustigen Sprüchen und Motiven entstand rasend schnell. Sehr gefreut haben wir uns über den regen Zuspruch. Die Möglichkeit, Masken im Corporate Design individuell zu gestalten, wurde von unseren Kunden ausgesprochen gut angenommen.

Mag sein, dass einige aus unserem Team meinen, die Entstehung und die gute Entwicklung des Shops sei Zufall. Die Idee war nicht geplant und kam eher spontan. Ich bin indessen überzeugt, dass Zufall nur den vorbereiteten Geist trifft. Denn zwischen einer Idee und der Realisierung liegen noch einige Herausforderungen. Eine besondere Methode hat uns weder bei der Findung noch bei der Durchführung geleitet. Doch was uns als Unternehmen auszeichnet, sind die Räume, die allen Mitarbeitern gewährt werden. Räume, um Gedanken zu entwickeln und sie laut auszusprechen ohne Gefahr zu laufen, sich lächerlich zu machen oder umgehend ein kollektives Kopfschütteln zu ernten.

Bestimmt können die von uns in den vergangenen Newslettern vorgestellten Methoden und die unzähligen Herangehensweisen, die es darüber hinaus gibt, bei der Konzeptionierung unterstützen. Ob sie ein Garant dafür sind, dass eine Eingebung kommt, weiß ich nicht. Klar ist, dass Inspiration sich selten zeigt, wenn man in stressigen Routinearbeiten eingebunden ist. Meist dürfte der Impuls eher kommen, wenn Freiraum vorhanden ist. Wenn Ihre Gedanken am besten fließen während Sie in der Natur spazieren gehen, können Sie jedoch nicht darauf bauen, dass Sie nach jedem Spaziergang mit einer Schatztruhe an neuem Gedankengut nach Hause kommen werden. Es mag sein, dass Sie sich auch mal Blasen laufen und zu einer Erleuchtung ist es dennoch nicht gekommen. 

Ideen entwickeln wir dennoch, manchmal plötzlich und unerwartet. Dann benötigen sie den passenden Boden, um sich entwickeln zu können. Eine weitere Bedingung ist – um im Virus-Bild zu bleiben – dass die Abwehrkräfte des Unternehmens sich nicht sofort auf alles stürzen, was Veränderung bedeutet. Selten hat ein »Das-habenwir-aber-schon-immer-so-gemacht-Argument« weniger gezogen als in diesen Tagen.

Wir freuen uns auf den Tag, an dem wir unseren Masken-Shop schließen können, weil die StoffTeile obsolet geworden sind. Was dagegen wahrscheinlich weiterhin fester Baustein im Veranstaltungs- und Seminarbereich bleiben wird, sind virtuelle Alternativen zu den Präsenzveranstaltungen. Da auch wir in den letzten Monaten zeitliche Freiräume hatten, haben wir in diesem Bereich mit unserem Partner Liebper eine Lösung erarbeitet, die eine Digitalisierung von Veranstaltungen möglich macht, inklusive überzeugender Werkzeuge für die Vor- und Nachbereitung.

Direkter »analoger« Kontakt mit anderen Personen pusht die Ideenfindung. Die Interaktion mit »realen« Menschen bietet Möglichkeiten und schafft ungleich bessere Konstellationen als eine virtuelle Konferenz. Daher werden Präsenzveranstaltungen zu gegebener Zeit wieder vermehrt besucht werden.

Doch die Zeiten sind wie sie sind und fordern von uns, über Alternativen nachzudenken. Und trotz ausgeklügelter Hygienekonzepte (ein Wort, das vor einem Jahr noch nicht zu meinem aktiven Sprachgebrauch gehörte) gibt es gute Gründe, sich die virtuellen Optionen anzuschauen. Die bieten weit mehr als verwackelte Bilder, Sprünge beim Ton und die Frage beim Anblick des eigenen Gesichts betrachtet durch die Bildschirmkamera, ob man eine zweite Karriere als Statist bei der Serie »The Walking Dead« in Erwägung ziehen sollte.

Denn auch virtuelle Veranstaltungen können Spaß machen, bieten Raum für Interaktion und Diskussion. Mehr Informationen erhalten Sie in dem Artikel »Event as a Service – Wir digitalisieren Ihre Veranstaltung«.