WANDEL DER INFORMATIONSBESCHAFFUNG IN ZEITEN DER DIGITALISIERUNG

»ZUVERLÄSSIGE INFORMATIONEN SIND UNBEDINGT NÖTIG FÜR DAS GELINGEN EINES UNTERNEHMENS.«

Bereits vor Jahrhunderten wusste der italienische Seefahrer Christoph Kolumbus – der als Entdecker Amerikas gilt – von der Bedeutung von Informationen. Heutzutage ist der Wert der  Informationen allgegenwärtig. Informationen werden als Rohstoff oder Ware betrachtet und dementsprechend gehandelt. Die Digitalisierung begünstigte diese Entwicklung und brachte gleichzeitig zahlreiche neue Technologien hervor, die das Leben vieler Menschen veränderte. Wer unseren Newsletter aufmerksam verfolgt, wird immer wieder auf Artikel gestoßen sein, in denen wir den Wandel durch die Digitalisierung und dessen Möglichkeiten thematisieren.

VOM INDUSTRIE- INS INFORMATIONSZEITALTER

Mit dem Aufkommen und der Nutzung von Computern ist neben der Grundlage unserer heute vorliegenden Entwicklung ein neues Zeitalter entstanden: das Informationszeitalter. Es bezeichnet die Zeit, in der bestehende Informationen digital verfügbar gemacht werden. Das heißt, sie werden entsprechend gespeichert und übermittelt. Seit Beginn des Informationszeitalters, welches zwischen den 1970er und 1990er Jahren angesiedelt wird, veränderte sich auch der Umgang mit Informationen. Die wachsende  verfügbarkeit weltweiter Informationen hatte Auswirkungen auf die Informationsbeschaffung, die wiederum vor allem in wirtschaftlichen Betrieben eine große Rolle spielt.


Informationen sind heute ein wertvolles Gut, sie müssen aber sinnvoll aufbereitet werden.

INFORMATIONSBESCHAFFUNG IN UNTERNEHMEN

Die Informationsbeschaffung in Unternehmen kann in zwei Kategorien eingeteilt werden. Innerbetriebliche Informationen wie beispielsweise Kosten oder Personaldaten zum einen und betriebsexterne Informationen, beispielsweise für Informationen über Marketing-Strategien, Investitionsmöglichkeiten, Kundenakquise o.ä. zum anderen. Für die Beschaffung solcher Informationen sind zwei Phasen notwendig. Die Suche nach der Informationsquelle, um zuverlässige Informationen zu garantieren, und die Erschließung dieser Informationsquellen, um eben jene Informationen herauszuarbeiten.

Doch wie werden Informationen im Informationszeitalter gesucht und wie war es früher?

Ohne das Internet oder den Computer wurden für Informationen die Kollegen befragt bzw. Ordner und Akten durchforstet. Durch den Einzug der Computer in die Arbeitswelt wird nun vor allem das Internet, der Unternehmensserver oder das Intranet für die Informationsrecherche im Unternehmen genutzt. Nach einer Studie der Haufe Group aus dem Jahre 2014 werden erforderliche Informationen jedoch immer noch am Häufigsten von den eigenen Kolleginnen und Kollegen eingeholt. Erst darauf folgt das Internet, der Unternehmensserver oder das Intranet. Analoge Nachschlagewerke verlieren zunehmend an Bedeutung. Für korrekte Berichte oder auch Lektorat sind Lexika wie der Brockhaus und reine Wörterbücher wie der Duden von Bedeutung, um fehlerfreie Texte zu verfassen. Früher standen bestenfalls stets aktuelle Werke der jeweiligen Bücher in den Schränken. Heutzutage werden auch diese Informationen ins Internet verlagert. Während der Duden noch in gedruckter Form – zuletzt im Sommer vergangenen Jahres – erhältlich ist, wurde die Brockhaus Enzyklopädie in gedruckter Form am 30. Juni 2014 eingestellt. Übrig bleibt eine Online-Ausgabe.

Selbst Computersoftware wurde vor einigen Jahren noch mit teilweise dicken Handbüchern ausgeliefert, die die Programme detailreich erläuterten und bei Problemen weiterhalfen. Das Handbuch fällt in der Regel heute ganz weg. Dokumentationen und Tutorials lassen sich oftmals auf den eigenen Herstellerseiten aufrufen und einsehen – die Ausführlichkeit variiert dabei von Hersteller zu Hersteller. Gleichzeitig entstand mit dem Internet aber eine überaus große Community für die meisten Programme. So können in zahlreichen Foren Problemlösungen nachgelesen werden, auf Youtube lassen sich Tutorials und Erklärungen ansehen und Blogs berichten über Neuigkeiten oder Tipps und Tricks (sogenannte »Hacks«).

Das Internet wird jedoch auch für die etriebsexterne Informationsbeschaffung genutzt. Der B2B Online-Monitor machte bereits 2011 deutlich, dass das Internet vor allem für die Informationsbeschaffung von Branchentrends, zur Kontaktaufnahme mit Anbietern oder für Bestellungen von Dienstleistungen genutzt wird. Auch die Analyse von jenen Dienstleistungen oder Produkten wird über das Internet vollzogen. Ohne die digitalen Technologien mussten hierzu Zeitschriften zur Produktinformation herangezogen werden. Testberichte von Nutzern waren nur selten möglich. Mittlerweile ist das Internet übersät mit Kundenreviews und Empfehlungen, die einen guten Überblick über verschiedenste Produkte und Dienstleistungen bieten.

Die Suche im Internet beginnt in den meisten Fällen bei Google.

DIE GESCHWINDIGKEIT NIMMT ZU

Die aufgezeigten Entwicklungen der letzten Jahre sind umfassend und nicht zu vernachlässigen, aber dennoch absehbar. Seit Beginn der Menschheit optimieren wir die Prozesse und Technologien. Viel bedeutsamer ist die Geschwindigkeit, in der sich die Technologieentwicklung vollzieht. Nach der ARD/ZDF-Onlinestudie 2017 benutzten vor 20 Jahren gerade einmal 10,4 % der Deutschen das Internet. Innerhalb von 5 Jahren verdreifachte sich dieser Wert auf 34,4 %. Heute liegt der Wert bei nahezu 90 %. Mit der Anzahl der Internetnutzer stieg folglich auch die Anzahl an Informationsmöglichkeiten im Internet. 1990 ging die erste Webseite online. Nicht einmal 30 Jahre später sind es bereits über 1,3 Milliarden Webseiten – 1,3 Milliarden potenzielle Informationsquellen.

DIE DEMOKRATISIERUNG DER INFORMATIONSVERMITTLUNG UND IHRE GEFAHREN

Heutzutage kann jeder eine eigene selbsternannte Informationsquelle sein, während es vor einigen Jahren nur ausgewählte Quellen gab. Durch das Wachstum der Informationsmöglichkeiten entsteht jedoch auch ein größeres Risiko und die Pflicht, kritischer mit den gefundenen Informationen umzugehen. Bereits 1992 beschrieb der Medienwissenschaftler Neil Postman, dass die neue Informationsflut negative Auswirkungen auf die Gesellschaft haben könne:
»Die Paradoxie besteht darin, dass die neuen Medien zwar keine Tyrannei über die Information ausüben, dass sie aber eine neuartige Tyrannei durch Information hervorbringen.«

In unserer heutigen Zeit, umgeben von Begriffen wie »Fake News« oder »Alternative Fakten«, wird es immer wichtiger zu erkennen und zu differenzieren, welche Informationen nützlich und valide sind. Dafür ist die Medienkompetenz unverzichtbar geworden. Das haben auch die Unternehmen erkannt, die deshalb zahlreiche Fortbildungen, Webinare, Trainings oder eben einen digitalen Führerschein anbieten, um ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend zu schulen.


DER DIGITALE FÜHRERSCHEIN

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines Unternehmens können zur Weiterbildung in den Bereichen Digitales Denken, Social Media, E-Commerce, Digitaler Dialog sowie Recht und Datenschutz durch entsprechende Gamification-Ansätze motiviert werden. 

Die Weiterbildung in diesem Bereich ist vor allem für die Zukunft wichtig, denn die Entwicklungen werden vermutlich rasanter voranschreiten als bisher. arago Consulting wird Sie auch zukünftig über entsprechende Neuigkeiten informieren, aber auch Entwicklungen aufzeigen und interessante Informationen liefern. Dazu haben wir den arago Consulting Blog ins Leben gerufen. Den Blog können Sie unter www.blog.arago-consulting.de abonnieren: Damit erhalten Sie die richtigen Informationen in kürzester Zeit.