ARAGO ON TOUR: EINE REISE DURCH RAJASTHAN (INDIEN)

INTERVIEW MIT UNSEREM KOLLEGEN CHRISTIAN HASSELS

Nicht nur aufgrund seiner Funktion als ausgebildeter Mediengestalter und Medienfachwirt wurde er vom 4. Januar bis 26. Januar bei uns im Hause schmerzlich vermisst. Inzwischen ist er wieder zurückgekehrt und berichtet uns von seinen Eindrücken aus dem fernen Indien: unser Kollege Christian Hassels.

aC (arago Consulting): Lieber Christian, willkommen zurück. Wir freuen uns sehr, dass Du uns an Deiner Reise nach Indien teilhaben lässt. Welche Orte hast Du besucht?

CH (Christian Hassels): Ich habe zusammen mit einem Freund eine für indische Verhältnisse kleine Rundreise im Bundesland Rajasthan unternommen: 2.200 km von Neu-Delhi nach Agra, Jaipur, Udaipur, Jodhpur und Jaisalmer.

aC: Ihr seid also in der Hauptstadt Neu-Delhi gestartet? Was war Dein erster Eindruck von Indien?

CH: Die Stadt ist überwältigend. Auf rund 42 Quadratkilometern leben 250.000 Menschen. Es ist ein sehr buntes, sehr chaotisches Knäuel an Menschen, Autos, Bussen, Rikschas und Kühen. Die Temperaturen waren mit 20 bis 22 Grad sehr angenehm. Worauf man sich jedoch einstellen sollte: Die Stadt ist unglaublich laut. Ein Autofahrer in Neu-Delhi hupt scheinbar an einem Tag so viel, wie ein Autofahrer in Deutschland im ganzen Jahr. Es ist kein Spaß: Die Hupe ist ein wichtiges Entscheidungsmerkmal für den Kauf eines Autos, daher werden von den Herstellern extra laute Hupen verbaut. Und der Smog steigt direkt in die Nase. Neu-Delhi ist die Stadt mit dem weltweit höchsten Feinstaubgehalt.

aC: Ihr wart 3 Tage in Delhi und seid dann weitergereist. Hattet Ihr die Reiseroute im Vorfeld geplant?

CH: Ja, wir hatten die 3 Tage in Delhi vorgebucht und auch den weiteren Reiseverlauf grob im Kopf. Alle weiteren Unterkünfte haben wir jedoch vor Ort gebucht. Das Reisen in Indien ist sehr günstig. Eine Zugstrecke vergleichbar München – Frankfurt kostet in Indien lediglich 1,20 EUR, ein Inlandsflug 35,00 EUR. Eine weitere indische Kuriosität: Es gibt 8 verschiedene Zugklassen. Es würde den Platz sprengen, hier alle aufzuführen.

aC: Eure Reise führte Euch dann nach Agra?

CH
: Ja, zum weltberühmten Taj Mahal. Ein Mausoleum, das der Großmogul Shah Jahan für 
seine 1631 im Kindbett gestorbene Frau Mumtaz Mahal bauen ließ. Von diesem atemberaubenden Gebäude handelt auch unsere aktuelle Gewinnspielfrage.

Das Taj Mahal ist wahrscheinlich die bekannteste Sehenswürdigkeit Indiens.

aC: Was bleibt Dir besonders in Erinnerung von Indien?

CH: Auf jeden Fall die Freundlichkeit der Menschen, ihr Optimismus, trotz der häufig anzutreffenden Armut, und die vielen bunten Farben. Wir haben uns jederzeit sehr sicher und sehr gut aufgehoben gefühlt. In Erinnerung bleibt uns auch die Enge im öffentlichen Raum. Man darf keine Scheu vor Körperkontakt haben. Auf einer Busreise saß mir plötzlich eine ältere Dame auf dem Schoß, einfach aufgrund des Platzmangels. Und was mir auch in Erinnerung bleibt, ist das wunderbare Essen. Indien ist ein Paradies für Vegetarier. Mit Street Food sollte man aufgrund der Hygiene jedoch vorsichtig sein. Wir haben überwiegend in Restaurants gegessen.

Street Food


aC
: Vielen Dank für Deine Einblicke und die tollen Bilder. Wir haben große Lust bekommen, 
das Land zu besuchen. Hast Du noch einen abschlie ßendenTipp für uns?

CH: Udaipur mit seinem großen Maharadschapalast ist eine wundervolle Stadt. Sie wird zurecht auch Venedig des Ostens genannt und hat mir von allen besuchten Städten am besten gefallen. Teile des James-Bond-Films Octopussy wurden hier gedreht. Ein tolles Erlebnis war auch die sternenklare Nacht in der Wüste, die wir in der Nähe von Jaisalmer verbringen konnten. Der Ritt auf einem Kamel in das Wüstencamp war ungewohnt, aber auch sehr entschleunigend. Mein wichtigster Tipp aber: nicht zu viel planen und nachdenken. Einfach den Rucksack packen, einen Flug buchen und von Indien verzaubern lassen.

Udaipur: Venedig des Ostens.
Pushkar
Dehli