TOLLE WEITERBILDUNG, NIEDRIGE UMSEZTUNGSQUOTE – WAS SIE DAGEGEN TUN KÖNNEN

Digitalisierung? E-Learning? Blended Learning? Nachhaltigkeit? Umsetzungserfolg? Aktuell ist die Weiterbildungslandschaft in großer Bewegung. Die Anforderungen sind an vielen Stellen gestiegen, beispielsweise in Form einer paradoxen Entwicklung: Einerseits werden die Forderungen hinsichtlich der Nachhaltigkeit von Bildungsmaßnahmen lauter, andererseits sind die Rahmenbedingungen oft restriktiver – zeitlich und finanziell.


Weiterbildung ist Teamarbeit.
Zach Davis, mit seinem Unternehmen Peoplebuilding ein geschätzter
Partner
der arago Consulting,
berichtet in
diesem Artikel,
wovon der Umsetzungserfolg bei Digitalisierungsprojekten in der
Aus- und Weiterbildung abhängt.
Auf Teil zwei seines Artikels dürfen
Sie sich in unserem Mai-Newsletter freuen.

Der Bedarf an die Kompetenzentwicklung ist aufgrund zunehmend schneller Veränderungen (Stichworte: New Work, Digitalisierung), mit denen Mitarbeiter und Führungskräfte zurechtkommen müssen, eher gestiegen als gesunken. Diese Veränderungen – auch in der Weiterbildungswelt selbst in Form zunehmender digitaler Lernformate – bringen Gefahren und Chancen mit sich. Anders formuliert: Da es immer mehr Optionen gibt, kann man mehr »falsch«, aber auch mehr »richtig« machen.

Personalentwickler, Führungskräfte, Trainer und andere Bildungsanbieter fragen sich beispielsweise:

– Warum ist der Umsetzungserfolg oft so niedrig und was kann man dagegen tun?

– Wann macht E-Learning oder Blended-Learning Sinn?

– Welche Fallstricke gilt es zu vermeiden?

– Wie sieht die optimale Verzahnung von Offline und Online aus?

– Was ist didaktisch entscheidend für den Erfolg?

– Wie erfolgt eine wirksame, aber auch realistisch machbare Betreuung der Teilnehmer, bspw. im Nachgang?

– Wie lässt sich der Umsetzungserfolg bestehender Maßnahmen erhöhen?

– Wie erarbeite ich mit dem (internen oder externen) Kunden
die bestmögliche Maßnahme zur Zielrealisierung?

– Wie verbessern wir die Assoziation zu E-Learning oder Weiterbildung im Allgemeinen?

– Wie etablieren wir einen Spirit der permanenten Verbesserung?

Nun ist dieser Beitrag ein Artikel und kein Buch – insofern können wir nicht alle Aspekte im Detail behandeln. Allerdings erhalten Sie in diesem Beitrag sehr offene Schilderungen zu mehreren Jahren intensiver Erfahrung zu den genannten Themen, mit zahlreichen Erfolgen nach einigen nur mäßig erfolgreichen Versuchen.

Sie machen sich regelmäßig Gedanken über das Thema Weiterbildung – das ist Ihr Job oder ein Teil Ihres Jobs: Klar, Weiterbildung ist wichtig – fachlich wie im Bereich der Soft Skills. Es wird auch viel Geld und Zeit in die Maßnahmen investiert. Die meisten davon werden auch sicherlich gut bewertet. Doch wie viel davon wird dauerhaft umgesetzt? Leider oft nicht viel.

Mit dieser Feststellung zeige ich – Zach Davis – explizit nicht auf Andere. Gleichzeitig berichte ich gerne sehr offen, durchaus auch kritisch sowie konstruktiv Lösungen aufzeigend. Ich habe seit 2003 ca. 1.000 Vorträge und Seminare alleine zu Zeitintelligenz (Fremdsteuerung, Informationsflut etc. bewältigen) gehalten. Wir haben als Trainingsinstitut vor einigen Jahren untersucht, wie viel nach 6 Monaten noch umgesetzt wird (bei einer Durchschnittsbewertung von 1,3 auf einer Schulnotenskala). Eine solche Messung trauen sich viele nicht. Das Ergebnis: beim Impulsvortrag im Schnitt ca. 1 Punkt, beim 1-Tages-Seminar im Schnitt ca. 3 Punkte. Und nach einem 2-Tages-Seminar … ca. 2 Punkte.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Woran liegt diese oft so erschreckend niedrige Umsetzungsquote? Dies hat viele Gründe. Der Hauptgrund ist jedoch, dass es schlichtweg zu viel auf einmal ist. Oder bildlich dargestellt:

Wie soll man bloß 10, 20 oder 50 Punkte auf einmal umsetzen? Der Alltag ist anspruchsvoll genug, geprägt von hohen Anforderungen und unerwarteten Ereignissen. Und dann noch mehrere Dinge im eigenen Verhalten gleichzeitig verbessern? Das ist nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.

Beim Suchen nach Lösungen fiel mir ein: Ich hatte den größten eigenen Erfolg vor vielen Jahren mit einem umfangreichen Weiterbildungsprogramm, das aus rund 20 CDs bestand. Dieses habe ich einmal durchgehört und hatte zunächst dasselbe Umsetzungsproblem. Dann habe ich es nochmal angehört und bei jedem Punkt, den ich umsetzen wollte, pausiert. Nach der Umsetzung ging es weiter. Das hat gut funktioniert, war aber nicht gerade komfortabel und erforderte Selbstdisziplin.

Die Lösung des Umsetzungsproblems musste also in einem Lernformat bestehen, das aus kleinen Einheiten bestand (und zudem leicht umsetzbar ist und sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, damit sich Gewohnheiten etablieren können).

Wie dieses Lernformat konkret aussieht und welche weiteren Faktoren den Umsetzungserfolg beeinflussen? Das erläutere ich Ihnen im kommenden Mai-Newsletter.