MIT SELBST ERSTELLTEN VIDEOS ZUM LERNERFOLG

In der Nacht vom 4. auf den 5. März werden sie wieder verliehen, die Oscars!
Was viele, selbst ausgesprochene Cineasten, nicht wissen: Am Erfolg großer  Hollywoodproduktionen ist oftmals ein sogenannter Hidden-Champion der deutschen Wirtschaft aus München beteiligt: das Unternehmen Arri.

2016 gewann der Kameramann Emmanuel Lubezki für den sehr empfehlenswerten Film »The Revenant« mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle den Oscar – unter anderem dank der Kamera »Alexa 65« aus dem Hause Arri, die auch Temperaturen von -30 Grad trotzte.

Lubetzkis Kommentar zu der Kamera?

»Diese Kamera setzte wahrhaftig in Bilder um, was ich dort erlebte und fühlte.«

Emotionen spielen auch beim Lernen eine große Rolle. Sie können den Erfolg direkt und auch indirekt beeinflussen. Wir empfehlen die Lektüre des Artikels »Wie man sich fühlt, so lernt man – Der Einfluss von Emotionen auf Lernprozess und Lernerfolg« von Hannes Münchow, Diplom-Psychologe und seit 2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Instruktionspsychologie und Neue Medien an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Link zum Artikel: siehe Quellennachweis).

Wenig überraschend: Negative deaktivierende Emotionen wie Langeweile oder Hoffnungslosigkeit sind häufig mit einer Reduzierung der intrinsischen Motivation verbunden und begünstigen damit das Verlassen oder Vermeiden von Leistungssituationen.
Ein Ziel in der Wissensvermittlung muss daher sein, lernförderliche Emotionen durch die Gestaltung des Lernmaterials bewusst herzustellen. In Blended-Learning-Szenarien (d.h. multimedialen Lernumgebungen) sind Videos daher ein wichtiger Baustein. Sie gestalten das Lernen abwechslungsreich und interessant.


WORAUF SIE BEI DER ERSTELLUNG IHRES LERNVIDEOS IM  BLENDED-LEARNINGKONTEXT ACHTEN SOLLTEN:

1. STRUKTUR:
Ist ersichtlich, worum es in dem Video geht? Gibt es eine kurze Zusammenfassung?

2. LÄNGE:
Themenabhängig sollte das Video 2 bis maximal 5 Minuten lang sein.

3. VISUALISIERUNG:
Mit Videoschnittsoftware lassen sich Grafiken und Tabellen zur Unterstützung des gesprochenen Worts einblenden. Aber Achtung: Die Visualisierung soll lediglich unterstützen und nicht überlagern, d.h. ablenken.

4. TECHNIK:
Noch wichtiger als das Bild ist der Ton. Unverständliche Videos werden von den Zuschauern direkt abgebrochen.

Für Blended-Learning-Szenarien eignen sich insbesondere  Realdrehs.Inspiration für die Erstellung von Lernvideos finden Sie unter anderem auf YouTube. Unter dem Stichwort #Bildung gelangen Sie auf einen You-Tube-Kanal, der aktuell von über 10 Mio. Personen abonniert wird (https://www.youtube.com/education).

Es gibt verschiedene Arten von Lernvideos, zum Beispiel Screencasts (Videoaufnahmen einer Bildschirmaktivität), Animationsvideos (siehe unser arago-eigener Erklärfilm unter www.arago-consulting.de) und Realdrehs.

Weshalb? Mit etwas Übung ist ihre Erstellung kostengünstig und einfach realisierbar. Authentizität und Vertrauenswürdigkeit sind durch den bereits persönlich bekannten Trainer/Coach sichergestellt. Er weist die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Nachgang an ein Präsenzseminar in einer kurzen Videoeinheit auf einzelne Aspekte des bereits Gelernten hin, unterstützt dadurch den Lernprozess und fördert einen nachhaltigen Lernerfolg.


INFOBOX: REALFILM – WELCHE TECHNIK WIRD BENÖTIGT?

Nach oben sind wie immer keine Grenzen gesetzt. Bevor Sie sich jedoch die Alexa 65 von Arri für 2.500,00 Dollar am Tag mieten, empfehlen wir für den Einstieg das folgende Equipment:

1. TON:
Mit einem Ansteckmikrofon für ca. 50,00 EUR erzielen Sie bereits sehr gute Ergebnisse (z. B. Rode smartLav+ Lavalier-Mikrofon für Smartphone/Tablet).

2. LICHT:
Für eine ansprechende Ausleuchtung sorgen Videoleuchten in der Preisklasse ab 100,00 EUR (z. B. METTLE LED-Video leuchten Set VL-2000).

3. KAMERA:
Ein aktuelles Smartphone bzw. Tablet ist in der Regel bereits ausreichend. Um Wackler zu vermeiden, sollten Sie dieses mit einem Adapter an einem Stativ befestigen (Kosten insgesamt ca. 30,00 EUR).

Jetzt abrufbar: Ein filmischer Schnappschuss der arago Consulting Unser Schülerpraktikant Simon Cloos (siehe auch Newsletter 02/2018) hat ohne Budget und mit nur geringem zeitlichen Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen einen kleinen Imagefilm für uns aus dem Hut gezaubert. Wir ziehen selbigen vor ihm, seinen Ideen und seinem Talent und sagen vielen Dank. Sehen Sie den Film unter www.youtube.com/watch?v=jXuRC3KtjNU.

Eine Videobearbeitung lässt sich einfach und komfortabel mit Adobe  Premiere Elements vornehmen. Die Testversion ermöglicht einen Einblick in die Software. Die Vollversion kostet um die 100,00 EUR.


Sie wünschen eine Beratung und Unterstützung zur Videoerstellung? Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung.


Bildnachweise & Quellen

  • http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/arri-alexa-65-kamera-aus-the-revenant-kommt-aus-bayern-a-1079232.html
  • D’Mello, S. K. & Graesser, A. C. (2012). Dynamics of affectivestates during complex learning. Learning and Instruction, 22,145-157.
  • http://de.in-mind.org/article/wie-man-sich-fuehlt-so-lerntman-der-einfluss-von-emotionen-auf-ernprozess-und-lernerfolg